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Dachstuhl völlig ausgebrannt
SCHRIESHEIM. Fünf
Verletzte forderte in der Nacht zum
Dienstag ein Wohnhausbrand im
Schriesheimer Stadtteil Altenbach. In
der zu einem Wohnhaus ausgebauten
Scheune war aus bislang noch nicht
geklärter Ursache ein Feuer
ausgebrochen. Kurz nach Alarmierung der
Feuerwehr um 3.12 Uhr stand der gesamte
Dachstuhl bereits in Flammen. Eine
Mutter und ihr Kleinkind konnten von der
Feuerwehr über die Drehleiter in letzter
Minute gerettet werden, bevor sich an
gleicher Stelle eine riesige Stichflamme
erhob. Den Sachschaden bezifferte die
Feuerwehr auf rund 500 000 Euro.
-tin/BILD: SCHWETASCH

Quelle:
www.morgenweb.de
In letzter Minute vor
den Flammen gerettet
Feuerwehr brachte Mutter und
Tochter mit Drehleiter in Sicherheit
Schriesheim Altenbach. (sk) Wenige Tage
zuvor probte die Freiwillige Feuerwehr
noch den Ernstfall. Da wusste keiner der
Kameraden, dass dieser Ernstfall in der
Nacht zum Dienstag eintreten würde. Der
Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in
der Mühlstraße brannte, eine Mutter und
ihre Tochter konnten in letzter Minute
gerettet werden. Als wenige Minuten nach
dem Alarm um 3.12 Uhr die ersten
Einsatzkräfte eintrafen, waren die Frau
und das vierjährige Mädchen ins
Badezimmer des Dachgeschosses
geflüchtet, wo sie am offenen Fenster
standen. Das mit Holz ausgekleidete,
ausgebaute Dachgeschoss brannte zu
diesem Zeitpunkt bereits lichterloh.
Eine Rettung durch das Treppenhaus
misslang, da das Feuer bereits durch die
Wohnungstür auf den Flur übergegriffen
hatte. „Der Brandherd war vermutlich im
Bereich des Wohnzimmers“, erklärte
Altenbachs Abteilungskommandant Frank
Wittmann. Mit einer Drehleiter konnten
die Eingeschlossenen gerettet werden,
bevor auch das Badezimmer in Flammen
stand. Insgesamt 62 Mann waren
schließlich mit den Löscharbeiten
beschäftigt. Die Frau, ihre Tochter und
zwei weitere Bewohner, die sich selbst
aus dem Haus retten konnten, wurden mit
Rauchgasvergiftung vom DRK ins
Krankenhaus gebracht. Auch
Notfallseelsorger waren vor Ort.
„Mittlerweile sind die Verletzten
bereits wieder entlassen worden“, freute
sich Schriesheims Kommandant Oliver
Scherer. Bis in die Morgenstunden
dauerten die Löscharbeiten an, dann
gelang es, den Brand unter Kontrolle zu
bringen. Der Dachstuhl brannte
vollständig aus. Dafür konnte verhindert
werden, dass der Brand auch auf das
Nachbarhaus übergriff. Hier waren
lediglich die Dachbalken angeschmort und
zwei Scheiben geborsten.
Die Kripo ermittelt derzeit die
Brandursache, bis zum Nachmittag wurde
das Gebäude noch regelmäßig mit
Wärmebildkameras auf versteckte
Glutnester untersucht. Den Sachschaden
schätzt die Polizei auf rund 100 000
Euro.

Quelle:
www.rnz.de
Beinahe wären Mutter und Tochter
verbrannt
Von Stephanie Kuntermann.
Schriesheim-Altenbach. Von vorn
wirkt das grüne Mehrfamilienhaus in
der Altenbacher Mühlstraße beinahe
unversehrt, sogar der wilde Wein
rankt noch unbeschädigt an der
Fassade hoch.
Ein Blick von der Seite aber
offenbart das Ausmaß der
Katastrophe, die sich dort in der
Nacht auf den Dienstag kurz nach
drei Uhr abspielte: Wo vorher noch
Dachziegel lagen, ragen verbrannte
Dachbalken in den Himmel, die
bergseitige Giebelwand steht frei
und ist vom Ruß geschwärzt. Das
gesamte Dachgeschoss ist
ausgebrannt, Scheiben sind
geborsten, und vom Dach sind nur
noch Trümmer übrig. Um ein Haar wäre
aus der Katastrophe eine Tragödie
geworden, wurden doch zwei Menschen
buchstäblich in letzter Minute aus
dem brennenden Haus gerettet. "Der
Notruf erreichte uns kurz nach drei
Uhr", berichtet Oliver Scherer,
Kommandant der Freiwilligen
Feuerwehr. "Gebäudebrand, vier
Personen im Gebäude". Als erste
waren die Altenbacher Kameraden zur
Stelle, unter ihnen Jugendwart
Thomas Harsch. Da hatten sich schon
zwei der Bewohner in Sicherheit
gebracht, eine Frau und ihre
vierjährige Tochter befanden sich
noch in der Dachgeschosswohnung. Sie
wurden vom Feuer im Schlaf
überrascht.
Kurz vor dem Eintreffen der
Feuerwehr versucht der Schwager der
Frau, der im Nachbarhaus wohnt, die
beiden aus dem Gebäude zu holen,
doch da haben die Flammen bereits
das Treppenhaus erreicht. "Es ist
ein ganz dummes Gefühl, wenn man
nichts machen kann", sagt Thomas
Kunkel, dem der Schrecken noch ins
Gesicht geschrieben steht. Harschs
Trupp versucht jetzt ebenfalls, ins
Haus zu gelangen. Die Männer
verlegen eine Schlauchleitung,
werden im ersten Stock aber vom
Feuer aufgehalten. "Brennende Fetzen
von Jacken flogen herunter, das
Feuer kam durch die Wohnungstür. Man
konnte sogar den Kleiderständer noch
sehen." Harsch beginnt gleich mit
dem Löschen, und der Trupp rückt
weiter vor. Als dann die Atemluft
knapp wird, kommt die Ablösung. "Es
ist kein schönes Gefühl, wenn man
weiß, dass noch Personen im Gebäude
sind, man aber nicht weiter kommt."
Zu diesem Zeitpunkt läuft jedoch
bereits die Rettungsaktion von
außen. Mit tragbaren Leitern
versuchen die Kameraden unter
Leitung von Abteilungskommandant
Frank Wittmann, von außen ins Haus
zu kommen. Die Frau und ihr Kind
sind ins Badezimmer des zweiten
Stocks geflüchtet und stehen am
offenen Fenster. "Sie hat sich
richtig verhalten und alle Türen
geschlossen. Wir haben sie und das
Kind beruhigt", sagt Wittmann. Mit
der Leiter an das Gebäude
heranzukommen, erweist sich als zu
gefährlich, doch zur selben Zeit
rückt auch das Drehleiterfahrzeug
an. Mutter und Kind können auf dem
Korb aus dem Haus gerettet werden.
"Die Kleine hat Höllenängste
durchlebt", sagt Harsch. Unmittelbar
danach bricht die Badezimmertür
unter dem Feuer zusammen, das Bad
brennt jetzt lichterloh. "Das hätten
sie mit Sicherheit nicht überlebt",
sagt Wittmann.
In Schriesheim ist Vollalarm gegeben
worden, auch ein Fahrzeug aus
Dossenheim unterstützt die
Löscharbeiten. Insgesamt 62
Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Während an der Bergseite des Hauses
mit einer "Riegelstellung" ein
Übergreifen der Flammen auf das
Nachbarhaus verhindert wird,
versuchen die Männer, die Flammen
unterm Dach zu löschen. "Wir hatten
hinten einen offenen Brand, an der
Vorderseite hatten wir aber
Probleme, an den Brandherd
heranzukommen", berichtet Scherer.
Ausgerechnet eine feuerfeste
Isolierung behindert das Fortkommen
der Kameraden, die schließlich die
Ziegel abschlagen. Erst jetzt
gelingt es, den Brand unter
Kontrolle zu bekommen.
"Der Sachschaden beträgt etwa 100000
Euro", schätzt Scherer. Wittmann:
"Das Haus muss vermutlich nicht
abgerissen werden, nur der
Dachstuhl." Die Bewohner wurden mit
Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus
gebracht, aber wenig später wieder
entlassen.
Copyright (c)
rnz-online
Autor:
Rhein-Neckar-Zeitung,
Rhein-Neckar-Zeitung Link:
http://www.rnz.de
Link zum Film
„Gebäudebrand in Altenbach in der
Mühlstraße. Es befinden sich noch 4
Personen im Gebäude“
... mit dieser Meldung wurden die
Feuerwehren aus Schriesheim und
Altenbach um 03:12 Uhr von der
Integrierten Leitstelle in Ladenburg
alarmiert. Aufgrund dieser Meldung
ließ der Einsatzleiter schon auf der
Anfahrt die Alarmstufe erhöhen und
weitere Kräfte alarmieren. Im
weiteren Verlauf wurde die
Alarmstufe erneut erhöht und
Vollalarm für die Feuerwehr
Schriesheim gegeben.
Nach dem Eintreffen der Abteilung
Altenbach und der Abteilung Stadt
zündete der komplette Dachstuhl
durch und stand in Vollbrand.
Nachdem sich der starke Rauch
gelichtet hatte, wurde von den
Einsatzkräften an einem Fenster im
Dachgeschoss eine Mutter mit ihrem
Kind gesichtet. Beide wurden
umgehend mit der Drehleiter gerettet
und in Sicherheit gebracht. Bis zum
Eintreffen des Rettungsdienstes
wurden Mutter und Tochter von der
Feuerwehr betreut.
Da zunächst nicht bekannt war, ob
alle Personen das Gebäude verlassen
konnten wurde neben der
umfangreichen Brandbekämpfung auch
mehrer Trupps unter Atemschutz in
das Gebäude geschickt um die
vermissten Personen zu suchen. Wie
es sich dann herausstellte, konnten
die übrigen Bewohner das Haus
selbständig verlassen. Insgesamt
wurden 5 Personen mit
Rauchgasvergiftung bzw. mit dem
Verdacht in umliegende Krankenhäuser
gebracht.
Neben der Brandbekämpfung im Gebäude
wurde auch mit mehreren Rohren eine
Riegelstellung zu den benachbarten
Häusern aufgebaut. Ebenso wurde über
die Drehleiter ein Wenderohr
eingesetzt. Die Maßnahmen erwiesen
sich aber als schwierig, da man
stellenweise nicht an die Brandherde
kam. Als Hauptproblem stellte sich
die Wärmeisolierung der Dachhaut
heraus. Erst als mühsam über die
Drehleiter Teile der Dachisolierung
entfernt waren, zeigten die
Löschmaßnahmen endgültig erfolg. So
konnte schließlich um 05.16 Uhr
Brand unter Kontrolle gemeldet
werden.
Im weiteren Verlauf wurde noch die
Feuerwehr Dossenheim alarmiert. Mit
dem Einsatzleitwagen unterstützten
sie die Einsatzleitung, da das
Fahrzeug der Feuerwehr Schriesheim
aufgrund eines Defektes ausgefallen
war. Das LF 16 stellte in
Schriesheim zunächst den Brandschutz
für die Stadt sicher. Im weiteren
Verlauf wurde das Fahrzeug an die
Einsatzstelle beordert um mit
Atemschutzgeräteträger die
Brandbekämpfung zu unterstützen.
Dafür übernahm das TLF 16/25 aus
Dossenheim den Brandschutz in
Schriesheim.
Nach dem das Feuer soweit gelöscht
war galt es Sicherungsmaßnahmen an
dem Gebäude durchzuführen. So war
neben der Stadtbaumeisterin noch ein
Statiker vor Ort, der die
Standfestigkeit der Dachkonstruktion
überprüfte.
Außerdem wurde noch mit zwei
Wassersaugern das Wasser aus dem
Gebäude geholt. Zum Abschluss der
Arbeiten wurden über die Drehleiter
noch Dachziegel entfernt, die
drohten auf die Hauptstraße zu
fallen.
Aufgrund der Löscharbeiten war die
Hauptstraße bis um ca. 11:30 Uhr
komplett gesperrt.
Der Sachschaden wird auf ca. 500.000
Euro geschätzt.
Zur Brandursache haben die
Spezialisten der Kripo die
Ermittlungen aufgenommen.
Von der Feuerwehr waren 79 Personen
und 15 Fahrzeuge im Einsatz.
Außerdem war noch der
Kreisbrandmeister Peter Michels uns
sein Stellvertreter Manfred Mayer
und noch 4 Feuerwehrseelsorger
anwesend. Der Rettungsdienst war mit
12 Personen und 7 Fahrzeug an der
Einsatzstelle.
Die Polizei war mit 4 Beamten und 2
Streifenwagen vor Ort.
Die Kriminalpolizei war mit
insgesamt 4 Beamten/in an der
Einsatzstelle.
Von Seiten der Stadtverwaltung waren
Bürgermeister Höfer und sein
Stellvertreter Kimmel, die
Stadtbaumeisterin Frau Fath und der
Leiter des Ordnungsamtes Herr
Philipp an der Einsatzstelle.
Oliver Scherer
Kommandant FF Schriesheim
Kräfteübersicht:
FF Schriesheim, Abt. Altenbach, mit
MTW, LF 8/6
FF Schriesheim, Abt. Stadt, mit
KdoW, ELW 1, TLF 16/25, DLK 23/12, LF 8/6, LF
20/20, GW-L
Löschgruppe Ursenbach mit TSF-W
FF Dossenheim mit ELW 1, MTW, TLF
16/25, LF 16/12
Kreisbrandmeister Peter Michels
Stellvertretender Kreisbrandmeister
Manfred Mayer
Seelsorgeteam Rhein Neckar Kreis
Rettungsdienst mit ERD, LNA, NEF
MA 7/82-1, RTW MA 7/83-2, RTW MA 8/83-4,
RTW RN 2/83-5, RTW MA 8/83-9, RTW MA
10/83-4
EnBW |