Verpuffung in Sinsheim am 15.09.2009
 

Druckerei nach Unfall evakuiert
Verpuffung: Arbeiter erlitt schwere Brandverletzungen

Von Michael Endres
Sinsheim. Schwere Brandverletzungen hat ein 32 Jahre alter Mann in der Nacht zum Dienstag nach einem Arbeitsunfall in einer Großdruckerei in Sinsheim erlitten. Der Mann hatte gerade Druckerzubehör mit dem leicht entzündlichen Lösemittel Toluol gereinigt, als es nach einer chemischen Reaktion zu einer Verpuffung kam. Dabei zog sich der 32 jährige Arbeiter schwere Brandverletzungen zu. Er wurde in die BG Unfallklinik nach Ludwigshafen Oggersheim eingeliefert. Die Feuerwehr evakuierte die zur Appel Gruppe gehörende Großdruckerei, zumal durch die Verpuffung die automatische Löschanlage mit Kohlendioxid ansprang. Wie sich das Unglück genau zugetragen hat, darüber herrscht noch Rätselraten: Der schwer verletzte Arbeiter konnte noch von allein ins Freie rennen und andere Beschäftigte der Nachtschicht warnen. Aus Sicherheitsgründen war der gesamte Gebäudekomplex zunächst nur mit Atemschutz betretbar, zumal die möglicherweise explosive Mischung aus Lösemittel und Luft nicht genau festgestellt werden konnte. Zur Unterstützung der Sinsheimer Feuerwehr vor Ort wurde ein Spezialmesstrupp der Feuerwehr Leimen angefordert. Dieser gab nach einer umfangreichen Erkundung des Hallenkomplexes zum Glück Entwarnung. Um jegliche Gefährdung durch explosive Gas Luft Gemische innerhalb der weiträumigen Großdruckerei auszuschließen, kam gegen 3 Uhr der angeforderte Hochleistungslüfter der Berufsfeuerwehr Heidelberg zum Einsatz. Mit dem Spezialgerät wurde die Halle belüftet. Noch in der Nacht nahmen Beamte der Kriminalpolizei ihre Ermittlungen zur Ursache auf.




Quelle: www.rnz.de

 

Link Feuerwehr Sinsheim



Kräfteübersicht:

FF Sinsheim mit KdoW, ELW, TLF 16/25, LF 16-TS, GW-T, DLK 23/12, GW-Licht
FF Leimen mit
KdoW, GW-Mess
BF Heidelberg mit 1-19-4 und 1-65-1
THW Sinsheim mit HEROS 21-10
Stv. Kreisbrandmeister Kurt Lenz und Udo Dentz