Brand einer Scheune –
Sachschaden ca. 250.000 Euro
Unterdielbach/Rhein-Neckar-Kreis:
Noch immer sind die ca. 100 Wehrmänner der
Freiwilligen Feuerwehren aus Eberbach und
Waldbrunn mit dem Löschen des Brandes
beschäftigt, der am Donnerstagmittag in
einem landwirtschaftlichen Gebäude in der
Waldstraße ausgebrochen ist.
Durch die in der Scheune gelagerten
Strohballen brannte das Gebäude lichterloh,
bereits jetzt ist abzusehen, dass es nach
dem Löschen abgerissen werden muss.
Sachschaden nach ersten Schätzungen: ca.
250.000 Euro (in der Scheune war auch
landwirtschaftliches Gerät gelagert).
Angrenzende Wohngebäude wurden nach ersten
Erkenntnissen zwar ebenfalls in
Mitleidenschaft gezogen, den Feuerwehren ist
es jedoch gelungen, das Ausmaß dieser
Schäden gering zu halten.
Verletzt wurde niemand, die vorsorglich zum
Brandort beorderten DRK-Rettungskräfte
mussten nicht eingreifen.
Die Ortsdurchfahrt Unterdielbach muss
voraussichtlich bis in die Abendstunden
hinein für den Durchgangsverkehr gesperrt
werden, es besteht eine örtliche Umleitung
über Gailmühle resp. Neckargerach.
Durch die Löscharbeiten dürfte eine geringe
Menge ÖL-Wasser-Gemisch in die Kanalisation
gelangt sein, die Feuerwehr hat vorsorglich
im Einleitungsbereich der Kanäle in den
Neckar eine Ölsperre errichtet.
(Donnerstag, 03.September 2009, 14.45 Uhr)
Quelle:
www.polizei-heidelberg.de
Feuer
1000 Heuballen brennen nieder
EBERBACH. Rund 1000 Heuballen und
landwirtschaftliche Geräte sind gestern in einer
Scheune im Eberbacher Ortsteil Unterdielbach
verbrannt. Das teilte die Polizei mit. Wodurch das
Feuer entfacht wurde, ist bislang nicht bekannt. Der
Schaden beläuft sich auf rund eine Viertelmillion
Euro. Gegen Mittag wurde die Feuerwehr alarmiert,
die mit etwa 100 Einsatzkräften vor Ort war. Erst
mehrere Stunden später war das Gebäude gelöscht. Die
Ortsdurchfahrt musste zeitweise gesperrt werden. Da
ein Gemisch aus Öl und Wasser in die Kanalisation
lief, wurden Ölsperren errichtet.
mig
Quelle:
www.morgenweb.de
Einsatzbericht
Scheunenbrand mit Stallbereich in
Eberbach-Unterdielbach
am 03.09.2009
Die
Feuerwehr Eberbach wurde am Donnerstag
den 03.09.2009 um 11:54 Uhr durch die
ILS Rhein-Neckar zu einem Scheunenbrand
in den Ortsteil Unterdielbach alarmiert.
Noch auf der Anfahrt bestätigte die
Leitstelle den Vollbrand der Scheune.
Daraufhin wurde die Abteilung
Pleutersbach nachalarmiert. Von der
Abteilung-Stadt folgte dem Löschzug
sofort der GW-T mit dem AB-Atemschutz.
Parallel
wurde über die Leitstelle Mosbach die
Feuerwehr Waldbrunn, Abt. Strümpfelbrunn
dazu gerufen.
Die
Scheune, die direkt an der stark
befahrenen L524 stand, brannte beim
Eintreffen des Einsatzleiters im
Vollbrand. Zu diesem Zeitpunkt lag die
stromführende Oberleitung auf der
Fahrbahn. Auf der Gebäuderückseite war
eine Photovoltaikanlage mit 15kw
Leistung montiert. In der Scheune waren
neben landwirtschaftlichen Geräten auch
eine Pferdekutsche und ca.1000 Ballen
Heu gelagert. Die Pferde waren zum
Einsatzzeitpunkt auf der Koppel.
Auf
Grund der engen Ortsbebauung veranlasste
der Einsatzleiter der Feuerwehr Eberbach
direkt nach dem Eintreffen Vollalarm für
die Feuerwehr Waldbrunn auszulösen.
Ein
Innenangriff war zu diesem Zeitpunk
nicht mehr möglich. Über das Wenderohr
der DLK wurden auch die umliegenden
Hausfersaden gekühlt, und mit der
Wärmebildkamera kontrolliert. Eine
Riegelstellung wurde von der Feuerwehr
Strümpfelbrunn mit einem B-Rohr unter
Atemschutz vorgenommen . Von der
Gebäuderückseite kamen parallel 2-C
Rohre und ein B-Rohr dazu.
Nachdem
der Schleppdachvorbau auf die Straße
gestürzt war, wurden die Löschmaßnahmen
durch 3 C-Rohre auf der L524 verstärkt.
Die
jetzt instabile Giebelwand drohte auf
das Nachbargebäude zu stürzen.
Nach dem
Aufbau einer 400m langen
Wasserförderstrecke stand dann auch
ausreichend Löschwasser zur Verfügung.
Nach dem Eindämmen des Feuers konnte
auch sofort mit dem Abtragen und
Einreisen der Giebelwand begonnen
werden, sodass die Gefahr des Einsturzes
auf das Nachbargebäude genommen war.
Hier wurde die Feuerwehr durch ein
privates Baggerunternehmen sowie eines
Forstschleppers unterstützt. Auch kam
hier der neue Bauhof-LKW zum Einsatz,
der wegen seines funkgesteuerten Kranes
wertvolle Dienste leistete.
Das
Ablöschen der in der Scheune gelagerten
Heuballen gestaltete sich sehr
schwierig. So entschloss man sich, in
Absprache mit der Polizei, die Scheune
abzutragen, das Heu auf einer
angrenzenden Wiese zu lagern und dort
abzulöschen.
Durch
die in der Scheune gelagerten
landwirtschaftlichen Geräte gelangte Öl
in das abfließende Löschwasser. So wurde
im Mündungsbereich der Holderbach eine
Ölsperre errichtet, um eine
Ölverschmutzung für den Neckar
auszuschließen.
Parallel
wurde durch die ENBW neue Stromleitungen
gezogen, um die umliegenden Häuser
wieder mit Energie zu versorgen.
Ab 16.30
Uhr begann man die Kräfte der Feuerwehr
Waldbrunn aus dem Einsatz herauszulösen.
Die Abt. Waldkatzenbach/Oberdielbach und
Weisbach der Feuerwehr Waldbrunn
unterstützte die Nachlöscharbeiten im
Abschnitt 1 bis zum Ende des Einsatzes.
Durch
die Kameraden wurde auch die
Löschwasserförderstrecke aufgebaut.
Ab 17.00
Uhr wurden die Abteilungen
Eberbach-Lindach und Rockenau mit
Atemschutzgeräteträgern dazu geholt, um
die Kameraden abzulösen.
Nachdem
die Scheune gegen 20:00 Uhr abgetragen
war, konnte mit den Aufräumarbeiten und
der Straßenreinigung, welche durch die
Kehrmaschine des Bauhofs unterstützt
wurde, begonnen werden.
Das
Gebäude wurde zum Ende des Einsatzes in
Unterstützung mit dem Bauhof gesichert
und an die Polizei übergeben.
Die
L524, welche das Bauland mit dem
Neckartal verbindet, wurde um ca.21:30
Uhr wieder freigegeben.
Der
Eberbacher Bürgermeister Martin machte
sich vor Ort ein Bild der Lage.
Der
stellv. Kreisbrandmeister Lenz sowie
sein Amtskollege des
Neckar-Odenwald-Kreises standen der
Einsatzleitung beratend zur Verfügung.
Das
Ordnungsamt Eberbach war während des
gesamten Einsatzes mit einer
Mitarbeiterin vertreten.
Die
beiden Kameraden, welche sich im
Einsatzverlauf leicht Verletzten, sind
wieder wohlauf.
Abschließend möchte sich die Feuerwehr
Eberbach bei der benachbarten Feuerwehr
aus Waldbrunn sowie allen anderen
eingesetzten Organisationen und Behörden
für die gute Zusammenarbeit und den
reibungslosen Einsatzverlauf bedanken.
Auch den
Anwohnern, die im Einsatzverlauf die
Kräfte mit Kaffee und Essen versorgten,
gilt unser Dank.
Feuerwehr Eberbach